Die Region Languedoc-Roussillon
wird durch die Rhône-Mündung von der Côte d’Azur getrennt. Während östlich der Rhône die steilen Berge der Alpen und ihre Ausläufer die Küste prägen, verändert sich das Landschaftsbild westlich des Flussdeltas vollkommen: Weite Ebenen, Hügel und ein sich auf 180 km bis zur französisch-spanischen Grenze ausdehnender Sandstrand. In den sechziger Jahren begann man auf Beschluß der Regierung dieses Gebiet für den Tourismus zu erschließen. So wurden an den endlosen Stränden moderne Urlaubszentren geschaffen. Jedoch ist jedes familiengerecht, kinderfreundlich und auf das Meer und den Wassersport ausgerichtet.
300 Sonnentage im Jahr und ablandige Winde machen die Küste des Languedoc zum Paradies für Segler, Surfer und Badeurlauber. Die dürfen sich auf saubere, komfortable Strände freuen. Duschen, Toiletten und Schließfächer gehören an vielen Orten längst zum Standard. Ökologisch besonders wertvolle Küstenstreifen werden geschützt und dürfen nicht bebaut werden. Wanderer genießen die unberührte Natur im Lozère, Kletterer und Bergsteiger die Ausläufer der Pyrenäen. Die Gorges du Tarn und Gorges de la Jonte lassen sich wunderbar per Kajak entdecken.
Das Languedoc
ist keine Region der Großstädte. Nîmes und vor allem Montpellier sind die größten und lebendigsten der Region. Darüber hinaus gibt es viele kleinere Städte, die es zu entdecken lohnt. Hier ist das Leben zwar beschaulicher, aber nicht weniger faszinierend.
Mehr als 2.000 Jahre Geschichte haben ihre Spuren hinterlassen. Das römische Erbe ist im Languedoc allgegenwärtig. Mindestens ebenso beeindruckend sind die Katharerfestungen aus dem Mittelalter oder Carcassonne mit seiner imposanten Festung. Abteien auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela sind immer einen Besuch wert. Weinfreunde erkunden die vielen Weinorte des Languedoc. Der „Chemin des Verriers“ gibt einen guten Einblick in das alte Kunsthandwerk der Glasbläserei. Viele berühmte Künstler ließen sich von den Reizen des Languedoc inspirieren. Bis heute zieht der Süden Maler, Bildhauer, Schriftsteller und andere Künstler an.
Das Roussillon
ist das Hügelland am Mittelmeer vor dem Wall der Pyrenäen und wie das Languedoc ein wichtiges Weinbaugebiet. Das Roussillon gehört erst seit 1659 zu Frankreich. Perpignan, die Hauptstadt des Roussillon und einst des Königreiches Mallorca, hat außergewöhnliche Schätze bewahrt. Im äußersten Süden Frankreichs gedeihen durch das besonders milde Klima grüne Weingärten und Obsthaine.
Eine zerklüftete Küste, Weinberge, Eukalyptus und Pinienhaine, alte Fischerdörfer und die Gipfel der Pyrenäen im Hintergrund: die Côte Vermeille, die sich bis zur spanischen Grenze erstreckt, bietet mit herrlichen Stränden und Buchten und einem vielseitigen Hinterland alle Vorzüge einer abwechslungsreichen Ferienregion.
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