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Die Provence zieht sich von den südlichen Alpen
Frankreichs, entlang der Küste des Mittelmeers, bis hin zu den Pyrenäen. Die Leute hier sprechen noch immer ihre eigene, alte Sprache. Abgesehen von den Städten
Aix-en-Provence, Arles und Avignon, in denen das Leben pulsiert und zur Zeit der französischen Sommermonate für Abwechslung jeglicher Art gesorgt wird, ist die
Provence ein eher ländliches, dünn besiedeltes Gebiet. Alle großen Maler, wie Cézanne, van Gogh, Matisse und Picasso, sind in die Provence gekommen, um „das
berühmte Licht der Provence“ und die ursprüngliche Schönheit des Landes zu erforschen. Die Idee der Provence ist Natur und Eigenständigkeit, kleine, einsame,
an und auf Berghängen gebaute Orte. Unvergessliche, tiefviolett blühende Lavendelfelder wechseln sich ab mit Obstplantagen, Weinbergen und der wilden
Heidelandschaft. Wilde Bergbäche und glasklare Seen laden zum Baden ein.
Den einzigen Rummel, den man sich in der Provence gefallen lässt, ist der Markt.
Jeden Tag ist in irgendeinem Ort Markttag. Mal klein, mal groß, von Ort zu Ort wechselnd, zieht dieses Vergnügen Kauf- und Schaulustige an. Die Überfülle an den
frischen, herrlich appetitlichen Früchten und Gemüsen der Region treibt zur Schwärmerei. Berge von Knoblauch, Tische voller Gewürze, Ziegenkäse in unzähligen
Varianten, Körbe voll der verschiedensten Oliven, traumhafte Honigsorten. Stoffe und Kleidung, Kunstgewerbe, Haushaltswaren, Trödel und Antiquitäten. Nicht zu
vergessen der Wein der Provence. Star der Provence-Weine ist der vielgerühmte Rosé, dessen Qualität vom einfachen Landwein bis zum ausgezeichneten A.O.C.-Wein
(Appelation d’Origine Contrôlée) reicht.
Der Zauber der weiten Flächen, der blaue Himmel, das klare Licht des provenzalischen Hochlandes, die herzliche
Aufnahme der an tausendjährige Traditionen gebundenen Menschen haben eine gastliche und lebensfreudige Welt geschaffen, in einer Landschaft von subtilem Charme,
voller Düfte und Farben.
Die Camargue im Süden besticht durch ihre schlichte Eigenheit. Gestaltet von Wasser, Salz und der Willkür des Windes bietet sie eine
wunderschöne und außergewöhnliche Fauna und Flora. In endlosen Ritten auf Pferden oder auf Drahteseln kann man die Landschaft am besten entdecken. Man trifft auf
Stiere, glitzernde Teiche, Schilfwälder, Flamingos und auf die berühmten Camargue-Pferde. An der Küste kann man sehr interessante Städte besuchen: Aigues-Mortes,
noch vollständig von einer Stadtmauer umgeben und Saintes-Maries-de-la-Mer, als Mekka für Zigeuner bekannt, die dort jedes Jahr Ende Mai eine große Parade
veranstalten. Im Landesinneren besticht Les Beaux de Provence durch einige Sehenswürdigkeiten, aber vor allem durch seine Lage oben auf einem Felsen.
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